Walpershofen 2007

Chöre vermitteln gemeinsam Freude an Musik und am Singen

Uchtelfangen: Internationaler ging es kaum. Für das Konzert in der evangelischen Kirche hatten Habari Njema und Liedschatten nicht nur europäische Songs, sondern auch südamerikanische und vor allem afrikanische Rhythmen vorbereitet. Keine typischen Kirchenlieder, sondern vor allem Songs mit christlichem Hintergrund, die die Menschen einander näher bringen sollten, standen auf dem Programm. Die Verbindung der beiden Chöre sei „die absolut perfekte Mischung“, meint Günther Laqué aus Saabrücken.

Unter Leitung des Pfarrers Richard Bokumabi bot der Chor Habari Njemba afrikanische Gospel- und Volkslieder. Gesungen wird a Cappella in den beiden afrikanischen Sprachen Lingula und Suaheli, teilweise werden Textzeilen aber auch ins Englische oder Deutsche übertragen. Der Chorname war auch gleichzeitig das Motto des Konzertes: „Habari Njemba bedeutet Frohe Botschaft. Diese wollen wir mit Spaß und Individualität gesanglich darstellen“, erklärt Dorothee Forster. Sie lobte besonders die Arbeit des Pfarrers: „Sein Ziel ist die gemeinsame Freude beim Singen, die er mit seiner afrikanischen Mentalität immer wieder verbreitet.“

Für beide Gruppen treten Freizeitakteure auf. Bis auf eine Ausnahme: Susanne Thewes ist professionelles Mitglied des saarländischen Polizeiorchesters und Chorleiterin von Liedschatten. Vor ungefähr zehn Jahren habe sie aus langjährigen Chorsängerinnen „einen kleinen, aber feinen Frauenchor“ gemacht, erzählte Andrea Berger. „Dass es uns noch gibt, ist der Beweis dafür, dass es passt.“ Liedschatten verfügt über ein breites Repertoire an Stilen, tritt auf Antikriegsveranstaltungen genauso wie auf Mittelalterfesten und anderen Events auf. „Wir versuchen immer, uns auf das Thema einzustellen“, erläuterte Berger.

Liedschatten setzt vorwiegend auf englischsprachige Titel wie „The Rose“ von Bette Midler oder „A dream within a dream“ nach dem britischen Dichter Edgar Allan Poe. Auch die aktuelle Flüchtlingsthematik wurde aufgegriffen. Der Song „People get ready“, den Thewes solo darbot, widmete sie „allen Menschen, die fliehen müssen“. Umso passender, da auch die zwei syrischen Flüchtlinge Alwakaa Qutaiba und Bahaa Alsroje zu Gast waren und ein „sehr schönes“ Konzert hörten. Doch auch afrikanische, israelische Stücke oder das spanischsprachige „Mas Que Nada“ konnten die Zuhörer in der vollbesetzten Kirche mitreißen.

Zum Schluss sangen beide Chorgemeinschaften, begleitet von Standing Ovations, zusammen den Song „Tuimbre“. Eine begeisterte Gabi Schütte aus Schmelz fand es einfach „grandios und bombastisch. Besser geht's kaum! Der Weg hat sich gelohnt.“

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